″Liebe das Leben und es liebt dich zurück″

Das sagt jedenfalls eine neue Studie, die Forscher vom University College London veröffentlicht haben. Die Wissenschaftler haben acht Jahre lang etwa 3.200 Männer und Frauen ab einem Alter von sechzig Jahren in England beobachtet und ihre physischen Fähigkeiten überprüft und deren Freude am Leben eingeschätzt.

Die Teilnehmer wurden gefragt, ob sie ihre eigene Zufriedenheit einschätzen können. Dabei mussten sie auf einer Skala von eins bis fünf ihre Übereinstimmung zu folgenden Fragen beurteilen:

  • ich freue mich an den Dingen, die ich mache
  • ich freue mich, in Gesellschaft mit anderen zu sein
  • im Großen und Ganzen schaue ich auf mein Leben mit einem Gefühl des Glücks zurück
  • ich fühle mich in der Gegenwart voller Energie

Die Forscher befragten die Probanden, um herauszufinden, ob sie irgendwelche körperlichen Einschränkungen bei einfachen, alltäglichen Verrichtungen haben, wie etwa beim Anziehen und wie sie ihre Geschwindigkeit beim Gehen einstufen.

Andrew Steptoe, einer der Wissenschaftler, schreibt in einer Veröffentlichung: “Die Studie zeigt, dass ältere Menschen, die glücklicher sind und das Leben mehr genießen, langsamer in ihren körperlichen Fähigkeiten nachlassen als andere. Sie entwickeln weniger Einschränkungen und ihre Gehgeschwindigkeit lässt langsamer nach als bei denen, die ihr Leben weniger genießen.”

Die Versuchsteilnehmer, die sich weniger wohl fühlten haben dreimal häufiger körperliche Probleme entwickelt als die zufriedeneren Teilnehmer. “Unsere bisherige Arbeit hat gezeigt, dass ältere Menschen mit einer größeren Freude am Leben wahrscheinlicher die nächsten acht Jahre überleben werden”, ergänzt Andrew Steptoe.

Eine Studie, geleitet von Steptoe, aus dem Jahr 2011 hat herausgefunden, dass die glücklichen Menschen aus der Untersuchung mit einer Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent später sterben als die Unglücklichen. Die Chance, dass die Glücklichen weniger an Herzinfarkten, Schlaganfällen oder anderen schmerzhaften Krankheiten wie Arthritis erkrankten, ist nachgewiesen. In die gleiche Richtung geht eine Forschungsarbeit der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania, die zeigt, dass positiv eingestellte Menschenweniger anfällig sind gegen Erkältungen und Grippeinfekten.

Umso mehr ein Grund zu sagen: das Glas ist halbvoll, nicht halbleer! 😉

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