40 Tage ohne Zucker – Das passiert im Körper

Jeder Deutsche isst durchschnittlich 100g Zucker pro Tag – daraus resultieren unzählige Krankheiten und Gesundheitsprobleme. Die Nachteile des Zuckers überwiegen: Er enthält keine Vitamine oder Mineralstoffe, sättigt nicht, macht dafür krank und abhängig. Seine einzigen Vorteile: er schmeckt verdammt lecker und liefert schnelle Energie. Glukose ist zwar für viele Körperfunktionen lebensnotwendig – alleine unser Gehirn verbraucht jeden Tag rund 140 g! Unser Körper braucht aber keinen isolierten Zucker – denn auch die Stärke aus Getreide und Gemüse wird im Körper zu Glukose umgewandelt.

Zu Beginn können durch den Verzicht auf Zucker aber erst einmal Entzugserscheinungen auftreten. Körperliche Symptome können unter anderem Heißhungerattacken, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Stimmungsschwankungen und Gereiztheit sein.

Habt ihr diese Anfangsphase – die von Mensch zu Mensch unterschiedlich lange dauern kann und bei manchen glücklicherweise auch gar nicht erst auftritt – jedoch überstanden, sieht und fühlt man schnell die positiven Effekte des Zuckerverzichts:

Besseres Sättigungsgefühl

 Ein zu hoher Fructosekonsum (gemeint ist hier künstlich hergestellte Fructose, nicht die natürliche Fructose, die in Obst und Gemüse vorkommt) führt auf Dauer zu einer Leptinresistenz: Das Sättigungshormon, das dem Gehirn normalerweise mitteilt, dass der Magen voll ist, tut seinen Dienst nicht mehr – was zu Übergewicht führt. Reduziert man Fructose-Glukose-Sirup und andere industriell hergestellte Fructosearten, führt dies zu einem verbesserten Sättigungsgefühl.

Gewichtsverlust

Anders als komplexe Kohlenhydrate, Proteine oder Fette, die im Darm zunächst aufgespalten oder umgewandelt werden müssen, gelangt Zucker auf direktem Weg ins Blut. Industriezucker hat eine hohe Energiedichte ohne dabei Vitamine oder Mineralstoffe zu enthalten. Es sind somit leere Kalorien, die in vielen verarbeiteten Lebensmitteln „versteckt“ sind. Der Blutzuckerspiegel steigt rapide an und die Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus. Das Hormon schleust den Zucker in die Zellen und beschleunigt so die Fetteinlagerung, denn der Zucker wird in Fett umgewandelt. Wer über Jahre zu viel Süßes isst, riskiert Übergewicht oder sogar Fettleibigkeit (Adipositas). Hierzulande sind bereits rund 53% der Frauen und 67% der Männer übergewichtig – Tendenz steigend.

Besseres Wohlbefinden

Insgesamt fühlt man sich spätestens nach den 40 Tagen fitter und vitaler und das bekannte Nachmittagstief bleibt aus. Grund dafür ist der Blutzuckerspiegel, der im Laufe des Tages relativ konstant bleibt und so vor Heißhungerattacken schützt.

Besserer Schlaf

Übermäßiger Zuckerkonsum macht antriebslos, träge und kann zu Schlafproblemen führen. Durch den Verzicht auf Zucker kommst du energiegeladener, wacher und fitter durch den Tag, das Ein- und Durchschlafen fällt dadurch leichter.

Der Geschmack verändert sich

Darüber hinaus wird sich auch der Geschmackssinn verändern. Die Geschmacksknospen werden sensibilisiert und neutralisiert, wodurch eine Entwöhnung von einer extrem unnatürlichen Süße stattfindet. Lebensmittel mit viel zugesetztem Zucker oder Süßigkeiten, die sonst verzehrt wurden, werden bald als viel zu süß empfunden. Gleichzeitig werden ihr merken, dass ihr Obst plötzlich viel süßer wahrnehmt, als vorher. Oder die Stärke in Gemüse oder Brot.

Die Haut wird reiner

Ein hoher Zuckerkonsum die Haut schneller altern, lässt sie anfälliger für Unreinheiten, Entzündungen, Pickel und Akne werden, da Zucker entzündungsfördernd wirkt. So verschwinden beim Zucker-Detox häufig auch Hautprobleme: Die Haut wird reiner und strahlt.

Das Herz wird geschützt…

Ein hoher Zuckerkonsum wird mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten in Verbindung gebracht. Wenn du auf zugesetzten Zucker verzichtest, wirkt sich dies positiv auf die Herzgesundheit aus.

…und die Leber ebenfalls

Studien haben ergeben, dass Zucker – genau wie Alkohol – negative Effekte auf die Leber haben kann. Bei zu hohem Zuckerkonsum (insbesondere industriell hergestellte Fructose) kann die Leber den Zucker nicht mehr verarbeiten und abtransportieren. Sie speichert die Fette – und die Leber verfettet zunehmend. Wenn der Zucker weggelassen wird, wird damit der Überlastung der Leber vorgebeugt.

Bessere Darmgesundheit

 Der Darm ist durch einen hohen Zuckerkonsum besonders gefährdet. Zu viel Zucker bringt die Darmflora aus dem Gleichgewicht, was sich durch eine unregelmäßige Verdauung, Blähungen, ein Völlegefühl und Verstopfungen bemerkbar machen kann. Und auch Darmpilze wie Candida albicans ernähren sich bevorzugt von Zucker und vermehren sich so. Auch so kann Heißhunger ausgelöst werden, denn die Darmpilze brauchen immer neuen Zucker, um sich zu vermehren. Auch durch Candida können Blähungen und Bauchschmerzen entstehen. Umgekehrt kann es deshalb gut sein, dass sich die Verdauung beim Zucker-Detox plötzlich verbessert und angekurbelt wird.
Quelle: projekt-gesund-leben.de
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