Bockshornklee: Die Pflanze, die Blutzucker senkt, das Herz stärkt und Entzündungen hemmt

Bockshornklee, unter anderen auch als gelber Schabziegerklee, Ziegenhorn oder Philosophenklee bekannt, gehört zu den Hülsenfrüchten, die  in salzhaltigem Boden gedeihen und  intensiv nach Heu riechen. Vorwiegend findet man ihn  in China, Indien, Südeuropa und Australien. Als Wildpflanze  findet man den Klee in 1000 Metern Höhe. Wegen der neuerdings stärkeren Nachfrage wird er auch in Deutschland und Frankreich angebaut. Aus dem Samen des Bockshornklees kann man sich für den Eigenbedarf Sprossen ziehen. Verzehrt man sie roh, schmecken sie leicht bitter.

Medizinische Verwendung

Im Altertum wurde der Bockshornklee  in Ägypten sowohl für sakrale Handlungen, als auch zu Heilzwecken verwendet. Im arabischen Raum wurde der Samen der Pflanze  von den Ärzten bei Diabetes und Hautkrankheiten angewendet. Außerdem soll durch die Behandlung mit abgekochtem Bockshornkleesamen die Kopfhaut besser durchblutet und gleichzeitig Haarausfall vermindert, sowie der Haarwuchs angeregt werden. Sebastian Kneipp sah in der Pflanze das “beste aller Mittel zum Heilen von Geschwüren und Geschwülsten“ und forderte  den Anbau von Bockshornklee.

Inhaltsstoffe des Bockshornklees

Bockshornklee besteht zu 30 % aus Schleimstoffen, Saponinen, den therapeutisch wichtigen Bestandteilen von Heilpflanzen, Bitterstoffen, Vitamine A und D, Eisen und Kupfer, sowie der Aminosäure Lysin, die für ihre Wirksamkeit gegen Osteoporose bekannt ist. Cholin, das ebenfalls in der Pflanze enthalten ist, soll sich positiv bei einer Fettleber auswirken, ihren Stoffwechsel günstig beeinflussen und sogar einer Verkalkung der Arterien vorbeugen. Dem hohen Anteil der Schleimstoffe verdankt die Pflanze ihre Anwendung bei Entzündungen oder Schmerzen im Magen-Darm-Bereich und auch bei Beschwerden der Atemwege.

Wirkungsweise von Bockshornklee

Die Samen sollen eine blutzuckersenkende, entzündungshemmende, das Herz stärkende, den Schleim der Atemwege lösende, sowie das Haarwachstum fördernde Wirkung entfalten. Die reifen Bockshornkleesamen finden äußerlich und innerlich Anwendung. Es gibt viele Darreichungsformen des Bockshornklees: Kapseln, Tinkturen, Gewürzsalz und Tee. Auch in Shampoos finden wir Extrakte aus der Pflanze.

Insgesamt soll die Menge des mit Flüssigkeit eingenommenen Samens pro Tag nicht mehr als 3×2 g überschreiten. Dabei ist zu beachten, dass ein leicht gehäufter Teelöffel des Pulvers etwa 6,0 g  wiegt. Zur Anregung des Appetits soll das Pulver mit etwas Flüssigkeit kurz vor der Mahlzeit eingenommen werden. Currypulver, das als Gewürz zur Zubereitung von indischen Speisen in der Küche Verwendung findet, hat immer eine Beimischung von Bockshornsamen. Dabei soll das Gewürz trocken und dunkel aufbewahrt werden.

Breiumschläge aus Bockshornklee helfen gegen Entzündungen der Haut. Dabei werden 50 g Pulver mit 250 ml Wasser vermischt, fünf bis zehn Minuten lang gekocht und der Brei warm auf ein Stück Leinentuch gestrichen, für zwei Stunden auf die entsprechende Hautpartie aufgetragen. Bei der Therapie gegen Nagelbettentzündungen kann der Brei auch mit Essig gekocht werden. Da Essig die Haut und das darunter liegende Gewebe zusammenzieht, verstärkt er die Wirkung der Auflage. Das Ganze kann etwa dreimal nacheinander angewendet werden. Allerdings sollte man beachten, dass  es dabei möglicherweise zu Hautrötungen oder Juckreiz kommen kann. Dann sollte die Prozedur nicht so oft wiederholt werden.

Will man etwas zur Stärkung der Haare unternehmen, rührt man einen Brei mit einer kleinen Menge zerlassenem Kokosöl den Bockshornkleesamen unter und verteilt diese Masse auf der Kopfhaut, indem man sie leicht  einmassiert. Nach 30 Minuten soll die Packung mit warmem Wasser und Shampoo ausgewaschen werden. Man kann alternativ auch etwas Natron als Ersatz für das Shampoo nehmen.

Bockshornklee ist frei von Nebenwirkungen und kann so gut als Hausmittel eingesetzt werden.

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