Der “ärmste” Präsident der Welt

Er wird der ärmste Präsident der Welt genannt. Dabei verdiente der ehemalige Uruguays Präsident José Mujica, genannt „El Pepe“ (der Pepe), mit umgerechnet 12.500 US-Dollar extrem gut für örtliche Verhältnisse. Nur behält er das Geld gar nicht: 90 Prozent seines Gehalts spendet er an wohltätige Organisationen, behalten tut er gerade mal 800 Euro.

„Ich finde diesen Betrag in Ordnung.“ erklärt Mujica. „Der Großteil der Einwohner Uruguays verdient sogar weniger, also sollte das auch für mich ausreichend sein.“ Eine Einstellung, die unseren Politikern wohl nicht besonders einleuchtet.

Auch seine Erscheinung ist ungewöhnlich. Während sich die Präsidenten anderer Ländern in Designer-Anzügen im Rampenlicht sonnen und mit Luxus-Limousinen durch die Gegend kutschieren lassen, führt Mujica ein unscheinbares Leben. Er fährt einen klapprigen VW-Käfer, empfängt Staatschefs in Sandalen und weigert sich in den Präsidenten-Palast zu ziehen – er lebt mit seiner Frau und einer dreibeinigen Hündin Manuela lieber auf einem kleinen, alten Bauernhof. Dort empfängt er Journalisten der größten Zeitungen der Welt auch schon mal in Gummistiefeln.

„Ich muss mich nicht als Präsident verkleiden. Ich bin, wer ich bin“, sagt er trocken.

Arm fühlt er sich nicht, er empfindet das Fehlen von Besitz als Freiheit. „Ich bin nicht arm. Vielmehr ist derjenige arm, der nur arbeitet, um ein aufwendiges Leben zu führen und stets nach noch mehr strebt.“

Kritiker werfen ihm Selbstinszenierung vor, er selbst sagt, er möchte mit gutem Beispiel vorangehen und seine Werte selbst vorleben.

Vor wenigen Jahren hat Mujica die zum Amt des Präsidenten gehörende, luxuriöse Sommer-Residenz für 100 syrische Waisenkinder geöffnet. Eine symbolische Geste, die „alle Länder dieser Welt motivieren soll, Verantwortung für diese Katastrophe zu übernehmen“, wie seine Frau erklärte. Ein besonders genialer PR-Zug im mehrfachen Sinne, denn als persönliche Gäste des Präsidenten müsste normalerweise die Staatskasse für alle Bedürfnisse der Kinder aufkommen. Fast ein ironischer Seitenhieb auf die tausende Dollar schweren Staatsempfänge der westlichen Länder.

Dieser Schritt ist vor allem eine Botschaft an die Welt. Über 2 Million Syrer sind derzeit auf der Flucht und Deutschland ist die einzige große Industrienation, die sich diesen Menschen bisher geöffnet hat – der Libanon hat 1 Million Flüchtige aufgenommen, Jordanien 600,000 aufgenommen, die Türkei 700,000, Deutschland 5,000 Brasilien 2,000. Die USA gerademal 31.

Vorbild-Funktion

Jose Mujicas erinnert uns an das Ideal eines Staatsführers, der selbst seine Ideale vorlebt und verkörpert. Während hierzulande die Politiker verkünden, man müsse „den Gürtel enger schnallen“ während sie sich selbst die Diäten erhöhen, zeigt Mujica, dass man mit Verantwortung auch anders umgehen kann und bietet ein inspirierendes politisches Vorbild, das man in Europa vergebens sucht.

Seit seiner Wahl hat er aufsehenerregende Dinge getan, auch völlig unerwartete – wie zum Beispiel die völlige Legalisierung von Marijuhana, als erstes Land der Welt.

José Mujica über Glück

In diesem Dorf gibt es keine Armut. Die Miete kostet 15€ und jeder verdient das gleiche, 1200€

In Schweden wurde eine 25-Stunden-Woche eingeführt

Diese Pyramiden sind über 29.000 Jahre alt und damit bedeutendste Entdeckung der Neuzeit !

 

Quelle: David Rotter https://www.sein.de

 

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