Frühjahrskur mit Löwenzahn – Das beste aus der Wurzel

Der Löwenzahn ist eine der wertvollsten Heilpflanzen, die uns die Natur vom Frühling bis in den Herbst hinein schenkt. Von der Wurzel bis zur Blüte lassen sich Löwenzahnhonig, Salate, Tinkturen, Tees und noch vieles mehr zaubern.

Löwenzahnwurzel im Frühling

Die Wurzeln sollte man im Frühling oder Herbst ausgraben, denn da haben sie die meiste Kraft. Mit einem Wurzelstecher bewaffnet habe ich mich also auf die Suche nach ersten Anzeichen eines Löwenzahns auf der Wiese gemacht. Nach dem Winter muss man da schon ein wenig genauer schauen, aber die gezackten Blätter, die in einer Rosette aus der Erde wachsen, sind kaum zu verwechseln. Dann einmal tief reinstechen, Erde abschütteln und die Wurzeln sind fertig für den Nachhauseweg.

Wertvolle Bitterstoffe die wirken

„Was bitter im Mund, ist dem Magen gesund“. Dieser Spruch trifft voll und ganz zu. Die Wurzel wirkt harntreibend – ohne die Nieren zu reizen, dazu beschleunigt sie den Gallenfluss, was sich auf den Stuhl auswirkt und eine prophylaktische Wirkung gegen Gallensteine hat. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Leber und den gesamten Stoffwechsel aus. Und dazu unterstützt die Wurzel auch noch das Bindegewebe. Man kann allgemein sagen, dass die Löwenzahnwurzel einen positiven, reinigenden Effekt auf unseren Körper hat und den Organismus in Schwung bringt. Alle Altlasten des Winters werden aus dem Körper gespült und das macht den Löwenzahn zu einer Top-Frühjahrskurpflanze.

Löwenzahnkur im Frühling – Löwenzahntee- und tinktur

In erster Linie wird die Löwenzahnwurzel als Tee eingenommen. Dazu müssen die Wurzeln, nachdem sie aus der Erde gesammelt wurden, in Wasser gereinigt, danach in dünnen Scheiben geschnitten und zum Trocknen ausgelegt werden. Wenn diese vollkommen trocken sind, können sie in einem verschließbaren Gefäß aufbewahrt werden.

Für einen Tee übergießt ihr 1–2 zerkleinerte Wurzeln mit ¼ Liter heißem Wasser und lasst diesen 10 Minuten ziehen. Ihr solltet ihn 2–3 mal täglich bis zu vier Wochen lang trinken.

 

Ihr könnt aber auch eine Tinktur aus den Wurzeln ansetzen. Dafür benötigt ihr 80 % Ansatzschnaps und 2–3 mittlere bis große Wurzeln. Kleinschneiden und in einem verschließbaren Gefäß mit dem Korn anfüllen.

                    

Die Tinktur sollte mindestens zwei bis vier Wochen stehen bleiben und immer wieder geschüttelt werden. Danach abseihen und jeden Tag 1–3 Mal einen Esslöffel verdünnt mit 1/4 Liter Wasser einnehmen.

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