Jiaogulan Tee: Wirkung des Unsterblichkeitkrauts

Namen wie „Kraut der Unsterblichkeit“ deuten bereits an, dass der Jiaogulan Tee nicht ohne Grund als sagenumwoben gilt. Langsam hören auch wir in der westlich zivilisierten Welt von der Wirkungsweise des Tees aus Fernost. Im Herkunftsland China weiß man hingegen bereits seit Jahrhunderten um die vitalisierende Kraft der Xiancao Pflanze, jenem Kraut, aus dem der Jiaogulan Tee gewonnen wird. So berichtete der Schreiber Li Shizhen 1578 in dem wohl bekanntesten Buch der traditionellen chinesischen Medizin, Bencao Gangmu, über dessen Wirkung bei Ödemen, Hämatomen und Tumoren.

Die westliche Medizin zweifelt hingegen trotz wissenschaftlicher Belege weiter an der Wirkung der Natursubstanz, doch es gibt eine Reihe von Phänomen, wie die hohe Lebenserwartung der Menschen in Zentralchina, wo das Kraut der Unsterblichkeit ein angesehenes Heilmittel ist, die stutzig und neugierig zugleich machen. Entdecken wir also den Jiaogulan Tee!

Die Herkunft vom Kraut der Unsterblichkeit

Im Großen Reich der Mitte hat der Jiagulann Tee seit dem 16. Jahrhundert seinen Platz in der Medizin gefunden. Welchen hohen Stellenwert der Kräutertee schon damals hatte kann man an der Namensbedeutung des Xianco Krauts erkennen. So wurde dem Kraut vom chinesischen Arzt und Pharmazeut Li Shizhen der Beiname „Kraut der Unsterblichkeit“ verliehen.

Seinen Weg zu uns fand der Tee dabei per Zufall. Auf der Suche nach Zuckeralternativen in den 70er Jahren analysierte man auch die Xiancao Pflanze. Der japanische Untersuchungsleiter, Dr. Masahiro Nagai, entdeckte bei einer Analyse der Inhaltsstoffe eine beeindruckende Ähnlichkeit zum bereits als Heilmittel bekannten Ginseng. Weitere Untersuchungen von Dr. Tsunematsu Takemoto untermauerten den Verdacht, dass sich hinter dem Jiaogulan ein mächtiges Naturheilkraut verbirgt. Sein Fund von 21 Saponinen (Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe, welche eine heilende Wirkung im Körper haben) mit großer Ähnlichkeit zum Ginseng, legte den Grundstein für eine Reihe weiterer Untersuchungen, die in den nächsten Jahren 82 weitere Saponine im Xiancao Kraut entdecken sollten. Zum Vergleich: der Ginseng enthält lediglich 34 verschiedene Saponine.

Von der Xiancao Pflanze zum Jiaogulan Tee

Wie bereits erwähnt wird der Jiaogulan Tee aus dem Xiancao Kraut gewonnen. Die Kletterpflanze, welche bis zu 9m hoch werden kann, hatte für die chinesischen Bauern einen großen Vorteil. Durch seinen geringen Sonnenbedarf kann Xiancao unter relativ einfachen Bedingungen angebaut werden und wächst so schnell wie ein Unkraut.

Um die Pflanze als Tee genießbar zu machen, werden die Blätter nach einer Trocknung und Lagerung im Dunkeln zerkleinert und in Beutel abgepackt. Bei einer schonenden Verarbeitung bleiben dabei die intensiven Wirkstoffe des Xiancao Krauts erhalten, sodass selbst nach mehrmaligem Aufgießen die wohltuenden Eigenschaften des Tees für Körper und Geist nicht verloren gehen.

Die Inhaltsstoffe vom Jiaogulan Tee

Während die traditionell chinesische Medizin ihr Wissen hauptsächlich aus Erfahrung und Überlieferung zieht, weiß man heute dank diversen Studien ganz genau, welche Stoffe im Kraut der Unsterblichkeit für dessen heilsame Wirkung verantwortlich sind. Diese sollen nun vorgestellt werden.

SEKUNDÄRE PFLANZENSTOFFE, STATT VITAMINE

Spricht man über wichtige Wirkstoffe von Obst und Gemüse, denkt man zunächst an Vitamine. Doch mindestens genauso wichtig sind dabei die sekundären Pflanzenstoffe. Das Wort sekundär trügt dabei, denn diese Substanzen sind keinesfalls zweitrangig. Unser Körper braucht sie vor allem für das Immunsystem, innere Heilungsprozesse und die Abwehr von freien Radikalen. Der Jiaogulan Tee enthält dabei sehr viele sekundäre Pflanzenstoffe in großer Vielfalt.

SAPONINE

Ein Stoffklasse aus der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe, die dabei für die Wirkung des Jiaogulan Tees besonders wichtig sind, sind die bereits angesprochenen Saponine. Sie zeichnen sich durch eine starke antioxidative Wirkung aus und sind sogar in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren.

Heilsame Wirkung im Körper

Die Position der westlichen Medizin zum Jiaogulan Tee ist kritisch. Dies zeigt sich bereits in der Novel Food Verordnung, welche neben anderen Restriktionen auch den Jiaogulan Tee als Lebensmittel in Deutschland nur eingeschränkt erlaubt. Über Sinn- und Unsinnigkeit dessen lässt sich streiten, doch diverse Berichte von Heilerfolgen, machen neugierig, welche wohltuende Wirkung der Kräutertee aus Fernost auslösen kann. Seine Fähigkeiten sind dabei ganzheitlich zu betrachten, denn die Inhaltsstoffe sind wohltuend für Körper und Geist. Werfen wir nun also einen Blick auf die Eigenschaften vom „Kraut der Unsterblichkeit“.

PSYCHOAKTIVE EIGENSCHAFTEN

In der alternativen Medizin wird die Xiancao Pflanze zu den sogenannten Adaptogenen gezählt. Unter den Adaptogenen versteht man Pflanzen, die dem Körper helfen, mit Stresssituationen besser umzugehen. Auch vom Jiaogulan Tee geht eben jene adaptogene Wirkung aus, die uns belastbarer werden lässt.

Die psychoaktiven Eigenschaften gehen jedoch über diese stressvorbeugende Wirkung hinaus. Durch die Ausgeglichenheit, welche vom Jiaogulan Tee gefördert wird, ist die eigene Konzentrationsfähigkeit um ein vielfaches höher. Dies geht selbstverständlich auch mit der verbesserten Stressverarbeitung einher, sodass Herausforderungen in Ausbildung und Beruf besser einfacher werden können.

PHYSIOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Neben diesen psychoaktiven Eigenschaften wirkt sich der Jiaogulan Tee auch intensiv auf körpereigene Prozesse aus und kann insbesondere zur Therapie einiger Gefäßkrankheiten eingesetzt werden. Das liegt an der hohen Konzentration sekundärer Pflanzenstoffe wie Saponine und Flavanole, welche z.B. auch für die heilsame antioxidative Wirkung vom Traubenkernextrakt OPC verantwortlich sind.

Durch die große Anzahl sekundärer Pflanzenstoffe wirkt Jiaogulan antioxidativim Körper. Sprich, es hilft dabei freie Radikale zu puffern. Dieser Eigenschaft ist es nach diversen chinesischen Studien zu verdanken, dass Jiaogulan Tee eine förderliche Wirkung auf das Herzkreislaufsystem hat. So schützt es das Protein HDL vor freien Radikalen, welches Essenziell für den Abtransport von verbrauchtem Cholesterin ist. Dadurch wird verhindert, dass sich das Cholesterin in den Blutbahnen ablagert und eine Arteriosklerose entsteht.

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