Natürliche Lebensmittel gegen Wassereinlagerungen

Wenn sich das Wasser in den Beinen staut, werden diese schwer, müde und beginnen oft zu schmerzen. Vor allem im Sommer sammelt sich das Wasser in den Unterschenkel, Füßen, Händen und an den Knöcheln an.

Es gibt verschiedene Ursachen von Ödemen. Langes Stehen oder Sitzen auf einer Stelle, Wärme, hoher Salzkonsum, Insektenstiche, prämenstruelles Syndrom, Schwangerschaft und eine Mangelernährung gehören zu den häufigen Auslösern von Wassereinlagerungen.

Aber auch durch Nebenwirkungen einiger Medikamente kann es zu Wassereinlagerungen kommen. Dazu gehören Medikamente gegen Bluthochdruck, nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente, Steroide, Östrogene und Diabetes-Medikamente.

Bei Wassereinlagerungen wird durch die starke Schwellung die Haut gestrafft und beginnt zu glänzen. Wird einige Sekunden in die Haut gedrückt, bleibt eine Delle in der Haut zurück.

In einigen Fällen kann ein Ödem ein Zeichen für ein ernsthaftes Gesundsheitsproblem sein, wie bei einer Herzinsuffizienz, Krebs, Leberkrankheiten, Zirrhose, Schilddrüsenerkrankungen, tiefer Venenthrombose und venöser Insuffizienz. In solchen Situationen sollte sofort gehandelt werden, um Folgeschäden zu verhindern.

Generell sollte jedes Ödem vom Arzt untersucht werden. Es gibt verschiedene Hausmittel und Möglichkeiten, um die ärztliche Behandlung natürlich zu unterstützen und Ödeme zu reduzieren und vorzubeugen.

Apfelessig

Apfelessig ist eines der beeindruckendsten Lebensmittel gegen Wassereinlagerungen. Er ist sehr reich an Kalium, was für die Flüssigkeitsretention im Körper sehr wichtig ist und dadurch sehr gut gegen Wassereinlagerungen hilft. Seine entzündungshemmenden Eigenschaften helfen außerdem, Schmerzen und Schwellungen zu verringern und den Körper von innen heraus zu reinigen.

Apfelessig gegen Wassereinlagerungen: 1 bis 2 Teelöffel rohen, naturtrüben Apfelessig in einem Glas Wasser vermischen und die Mischung 2 Mal täglich trinken.

Zusätzlich kann Handtuch in eine Mischung aus ½ Tasse Wasser und ½ Tasse Apfelessig getränkt und mit dem Tuch der betroffene Bereich für einige Minuten umwickelt werden. Die Anwendung mehrmals täglich wiederholen.

Löwenzahn

Löwenzahn wirkt als natürliches Diuretikum. Es hilft, überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper zu entfernen und dank seines hohen Kaliumgehalts den Natriumgehalt im Körper auszugleichen. Dadurch werden Schwellungen und Entzündungen reduziert, die durch Wassereinlagerungen verursacht wurden.

Löwenzahntee zubereiten: 1 Teelöffel frische oder getrocknete Löwenzahnblätter in einer Tasse mit heißem Wasser geben und bedeckt 5 bis 7 Minuten ziehen lassen. Anschließend abseihen und den Tee 2 bis 3 Mal täglich trinken.

Weitere harntreibende Tees sind: Brennesseltee, grüner Tee und Schachtelhalmtee.

Koriandersamen

Koriandersamen fördern die Durchblutung und sind hilfreich bei Wassereinlagerungen. Ihre entzündungshemmende Eigenschaft hilft Schwellungen und Schmerzen zu reduzieren und dadurch schmerzhafte Wassereinlagerungen zu verringern.

Einfach 3 Esslöffel Koriandersamen in einer Tasse Wasser vermischen und die Mischung zum Kochen bringen, bis sich das Wasser um die Hälfte reduziert. Die Samen abseihen und den Tee kurz abkühlen lassen. Den Tee 2 Mal täglich trinken, bis die Symptome abgeklungen sind.

Leinsamen

Leinsamen helfen, den Körper zu entgiften. Sie fördern die Ausschwemmung schädlicher Giftstoffe aus dem Körper, wirken entzündungshemmend und helfen Schwellungen zu reduzieren.

Leinsamen passen sehr gut ins tägliche Müsli, als Zutat in verschiedene Gerichte oder können mit Wasser vermischt getrunken werden. Dafür einfach ½ Teelöffel gemahlene Leinsamen in einem Glas Wasser vermischen und 2 Mal täglich trinken.

Zusätzlich kann der betroffene Bereich mehrmals täglich sanft mit Leinöl massiert werden.

Hinweis: Um Leinsamen besser im Körper aufnehmen zu können, sollten diese kurz vor dem Verzehr geschrotet werden.

Teebaumöl

Teebaumöl wirkt stark entzündungshemmend, was bei Wassereinlagerungen sehr hilfreich ist. Es hilft sehr gut gegen Ödeme und Entzündungen, die durch Insektenstiche verursacht wurden, und dank seiner schmerzstillenden Eigenschaften Schwellungen und Schmerzen von Ödeme zu reduzieren. Diese Wirkung ist vor allen den Komponenten Terpinen-4-ol und alpha-Terpineol in Teebaumöl zu verdanken.

Bei Ödemen durch Insektenstiche: Einfach ein paar Tropfen Teebaumöl auf ein Wattestäbchen geben und den betroffenen Bereich damit betupfen. Wenige Minuten einziehen lassen und danach mit warmem Wasser abspülen. Die Anwendung mehrere Tage hintereinander wiederholen.

Petersilie

Petersilie hat eine harntreibende Wirkung und hilft überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper zu entfernen. Dadurch werden Schwellungen und Schmerzen verringert und zusätzlich die Reabsorption von Natrium und Kalium verhindert.

Petersilie passt sehr gut zu verschiedenen Speisen und sollte bei Wassereinlagerungen als Tee getrunken werden. Für die Zubereitung des Petersilietees: 1 Teelöffel getrocknete Petersilieblätter in einen Topf mit 2 Tassen Wasser geben, 10 Minuten köcheln lassen und danach absieben. Den Tee 1 Mal am Tag vor dem Frühstück trinken.

Bittersalzbad

Bittersalzbäder regen die Giftstoffausschwemmung im Körper an. Sie helfen Schwellungen, Entzündungen und Schmerzen aufgrund von Ödemen zu lindern und überschüssige Flüssigkeiten zu entfernen.

Einfach 2 Tassen Bittersalz ins warme Badewasser geben und 10 bis 15 Minuten darin baden. Das Bad 3 Mal pro Woche wiederholen.

Achtung: Das Badewasser sollte nicht zu heiß sein. Hitze fördert Wassereinlagerungen.

Weitere natürliche Tipps gegen Wassereinlagerungen:

  • Beine hochlegen: Werden die Beine höher gelagert, kann angesammelte Lymphflüssigkeit und zurückgestautes Blut besser Richtung Herzen abfließen und die Schwellung dadurch reduziert werden.
  • Wechselduschen: Bei Wassereinlagerungen aufgrund einer Venenschwäche helfen Wechselduschen. Dafür die Hände/Füße 10 Sekunden mit warmem Wasser abspülen und danach 10 Sekunden mit kaltem Wasser abspülen. Den Vorgang jeweils 3 Mal wiederholen und mit der kalten Dusche beenden. Täglich wiederholen.
  • Bewegung: Langes Sitzen und Stehen sind häufige Ursachen von Wassereinlagerungen in den Beinen. Sport und körperliche Aktivität fördern die Aktivität der Venen und Lymphgefäße und regen den Rückfluss an.
  • Leichtes Hüpfen: Leichtes Hüpfen und Wippen auf der Stelle regen den Lymphfluss an und helfen Schwellungen in den Beinen zu lindern und vorzubeugen.
  • Lymphdrainagen: Lymphdrainagen sind sanfte Massagen und regen den Rückfluss der Lymphflüssigkeit an.
  • Schwimmen: Der hydrostatische Druck des Wassers regt den Rückfluss des Blutes und der Lymphflüssigkeit an.
  • Sauna, heiße Duschen und heiße Bäder vermeiden: Hitze fördert die Ansammlung von Wassereinlagerungen.
  • Ausreichend Trinken: Wie paradox es klingen mag, ein Wassermangel führt zu Wassereinlagerungen. Unser Körper benötigt ausreichend Flüssigkeit für etliche Zellprozesse, hilft belastende Giftstoffe aus dem Körper zu spülen und Wassereinlagerungen in Arme und Beine zu reduzieren.
  • Salz reduzieren: Salz ist für den Körper überlebenswichtig. Zu viel Salz fördert jedoch die Ansammlung von Körperflüssigkeiten im Gewebe. Deshalb: Fertiggerichte, salzige Snacks, Lebensmittel in Konserven und Fast Food vermeiden. Anstatt zu salzen lieber mit Kräutern würzen.
  • Gesunde Ernährung: Magnesium, Kalium und Vitamin B6 helfen, überschüssige Flüssigkeiten aus dem Gewebe zu transportieren. Durch diese Nährstoffe können Wassereinlagerungen vorgebeugt und reduziert werden. Lebensmittel mit diesen Nährstoffen sind unter anderem: Roher Kakao, Bananen, Rosinen, weiße Bohnen, Kidneybohnen.
  • Lebensmittel mit hohem Wasseranteil: Wassermelonen, Sellerie, Gurken, Weißkohl, Kürbisse, Kopfsalat, Kirschen, Erdbeeren, Trauben und Papaya haben einen hohen Wasseranteil und verbessern die Ausschwemmung von Giftstoffen aus dem Körper. Dadurch helfen sie Wassereinlagerungen zu reduzieren und versorgen den Körper mit vielen schützenden Vitaminen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Wassereinlagerungen natürlich zu reduzieren. Indem wir 2 oder 3 Hausmittel in den Alltag integrieren, können wir Wassereinlagerungen reduzieren und zusätzlich vorbeugen.

Hinweis: Um Wassereinlagerungen langfristig vorzubeugen, ist eine gesunde Ernährung, eine ausreichende Wasserversorgung und Bewegung sehr wichtig.

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