Nebennieren-schwäche – Typische Anzeichen und Symptome

Die Nebennierenschwäche (Adrenal-Fatigue) beschreibt eine Erschöpfung der Nebennierenrinde als Folge von chronischem Stress. In dieser werden Mineralkorticoide, Glukocorticoide und Sexualhormone produziert. Das wichtigste Hormon der Mineralkorticoide ist das Aldosteron, welches unter anderem den Wasserhaushalt im Körper regelt.

Dieses Hormon hält das Wasser und Natrium zurück und reguliert somit den Blutdruck. Bei einer Nebennierenschwäche versagt dieses System, sodaß der Betroffene unter Schwäche und niedrigem Blutdruck leidet. Das wichtigste Hormon der Glukocorticoide ist das Cortisol.

Es gehört zu den Stresshormonen und dient unter anderem der Stressbewältigung. Bei einer Adrenal-Fatigue versagt auch dieses System und der Betroffene reagiert auf jede Stressreaktion mir Müdigkeit und Leistungsabfall.

Die Schilddrüse und die Nebenniere stehen in enger Zusammenarbeit und beeinflussen sich gegenseitig. Die Schilddrüse stellt die Energie bereit und die Nebenniere muss stark genug sein, um diese metabolische Energie zu verkraften. Wenn beide Organe geschwächt sind, sollte immer zuerst die Nebenniere behandelt werden, da ansonsten eine hormonelle Schilddrüseneinstellung nahezu Unmöglich ist.

Das allseits bekannte Burn-Out-Syndrom ist im Übrigen nichts anderes als eine manifeste Nebennierenschwäche. Leider wird die Adrenal-Fatigue von den meisten Ärzten nicht anerkannt oder einfach übersehen. Das größte Problem ist aber, das selbst bei einer massiven Adrenal-Fatigue der Cortisolgehalt im Blut meistens noch gut in der Norm liegt. Somit besteht für die meisten Ärzte kein Grund weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Will man die Adrenal-Fatigue enttarnen, empfiehlt sich der sogenannte Cortisol-Speichel-Test. Hierbei wird in gewissen Abständen Speichel in einem Röhrchen gesammelt und auf den Cortisolgehalt untersucht. Somit läßt sich eine Tagesverlaufskurve erstellen, die deutlich aussagekräftiger ist und auf der sich eine Adrenal-Fatigue deutlich abbilden läßt.

Symptome der Adrenal-Fatigue

  • Schwierigkeiten, morgens Aufzustehen
  • niedriger Blutdruck mit Neigung zum Kollaps
  • Schwindel und Wattegefühl im Kopf
  • verminderte Merkfähigkeit
  • allgemeine und ausgeprägte Schwäche
  • Müdigkeit und Energiemangel
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • Infektanfälligkeit
  • geringe Stresstoleranz
  • Energieloch am Morgen und am Nachmittag gegen 15 – 17.00 Uhr
  • Plötzliche, kurze Besserung der Beschwerden nach einer Mahlzeit
  • häufige Müdigkeit zwischen 21. und 22.00 Uhr, man hält jedoch weiter durch
  • Gewichtszunahme mit Schwierigkeiten, wieder abzunehmen, speziell um die Taille herum
  • Neigung zum Zittern, wenn man unter Druck gerät
  • Schmerzen im oberen Rücken- oder Nackenbereich ohne erkennbare Ursachen
  • Besseres Befinden, wenn der Stress nachlässt, wie in einem Urlaub
  • Unterzuckerungen / niedriger Blutzucker
  • schlechte Wundheilung
  • Depressionen / Stimmungsschwankungen
  • verminderte Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung
  • Muskelschwäche
  • niedrige Körpertemperatur und Frieren
  • Salzhunger
  • Verstopfungen oder Durchfall
  • Verlust der Libido

 

Quelle: www.hashimoto-info.de

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