SIND MENSCHEN VERRÜCKT, WENN SIE MIT HAUSTIEREN REDEN?

Wenn Kinder ihren Spielzeugen Namen geben, finden wir das süß. Für Erwachsene gilt eher das Gegenteil. Sie gelten als seltsam oder sogar verrückt, wenn sie unbelebten Objekten Namen geben und mit ihnen reden, als wären es menschliche Wesen. Doch laut einem Experten sind unsere Vermenschlichungen keineswegs Zeichen von Dummheit, sondern von Intelligenz. Das gilt auch für unseren Bezug zu Haustieren.

Dinge, zu denen wir eine enge Verbindung im Alltag aufbauen, wie Autos, Instrumente, Kameras, usw., werden von uns schnell mit einem Namen getauft. Häufig reden wir sogar mit ihnen – etwa, weil das “eigensinnige” Auto nicht das macht, was wir von ihm wollen. Selbst wenn es um ein trockenes Thema wie die Wirtschaft geht, reden wir davon, dass sich der Markt “erholen” müsse.

Kein Wunder also, dass wir auch die uns nahestehenden Haustieren vermenschlichen. Als soziale Wesen sind wir darum bemüht, andere Wesen zu verstehen. Wir versuchen, die inneren Zustände, die Absichten und Wünsche unserer Haustiere kennenzulernen. Dass wir dabei vermenschlichend vorgehen ist menschlich – und alles andere als dumm.

Hunde etwa nehmen die Welt primär über Gerüche wahr – eine Wahrnehmungsform, die uns Menschen fremd ist. Deshalb ist es wichtig, sich so gut wie möglich in die individuellen “Denkweisen” der Tiere einzufühlen. Es mag ein Zeichen von Intelligenz sein, in anderen Tieren Bewusstsein zu erkennen – ebenso intelligent ist es aber, menschliche Vorstellungen und Geschmäcker nicht dem Tier aufzuzwingen.

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