So machen uns Haustiere glücklicher

Egal ob groß, klein, wild oder wuschelig – Haustiere sind viel mehr, als nur der beste Freund des Menschen. In Deutschland hat mittlerweile schon jeder Dritte einen tierischen Mitbewohner.

Heilsame Wirkung

Eine Studie belegt, dass sie heilsame Wirkung haben: Die Zahl der Arztbesuche liegt demnach bei Menschen ohne Haustiere um 18,5 Prozent höher als bei jenen mit. Eine US-Studie konnte zudem nachweisen, dass Tierhalter nach einem Herzinfarkt deutlich bessere Chancen haben: Von 92 Infarktpatienten hatten nach einem Jahr 94 Prozent der Tierhalter überlebt, aber nur 72 Prozent der übrigen Probanden.

Wieso? Die Tiere sind das beste Mittel gegen Einsamkeit. Wo das Bedürfnis nach Nähe nicht gestillt werde, lauerten Depressionen, später Herz-Kreislauf-Leiden. Dass Hundehalter bei jedem Wetter raus müssen und dadurch oft ein stärkeres Immunsystem haben, leuchtet ein.

Kuschelhormon Oxytocin

Studien bringen aber einen weiteren Gesundheitsfaktor ins Spiel: das Kuschelhormon Oxytocin. Schon durch die Anwesenheit des Tiers wird es beim Menschen ausgeschüttet. Vor allem aber beim Streicheln. Das Hormon stärke nicht nur die Bindung zum Tier, sondern reduziere auch Stress, senke den Blutdruck und fördere die Regeneration.

Kein Wunder, dass Tiere bereits im Gesundheitswesen eingesetzt werden. Schon ein Aquarium im Speisesaal eines Seniorenheims bewirkt, dass Demenzkranke ruhiger werden, länger sitzen bleiben und auch mehr essen.

Kontaktfreudiger mit Hund

Wer Single ist, hat als Hundehalter gute Chancen, dies zu ändern. In einer Umfrage unter Hundebesitzern gaben 77 Prozent an, durch ihr Tier häufiger angesprochen zu werden. Eine Studie zeigt zudem: Wer als Mann mit einem freundlichen Vierbeiner unterwegs ist und Frauen nach der Telefonnummer fragt, hat deutlich mehr Erfolg als hundelose Herrchen. Wenn das nicht glücklich macht!

 

Resistenter gegen Stress

 Haustiere spielen aber nicht nur bei der physischen Gesundheit eine Rolle – sie beeinflussen auch die psychische Gesundheit und machen die Menschen resistenter gegen Stress. Bereits die Anwesenheit und das Streicheln der Tiere tun uns Menschen gut. Das konnten bereits US-Forscher der State University of New York in Buffalo vor einigen Jahren in einer kontrollierten Studie nachweisen, bei der sie 48 alleinstehende Broker an der New Yorker Börse untersuchten. Das Ergebnis: Ein Haustier vermindert den Blutdruckanstieg in Stresssituationen. Menschen mit einem Haustier reagieren gelassener auf Stress, sind entspannter. Britische Stress-Experten rieten deshalb schon damals zum Bürohund.

Sie bringen uns zum Lachen

Egal wie schlecht der Tag läuft, wenn die Katze mit einem Purzelbaum vom Sofa plumpst, hutscht uns automatisch ein Lächeln übers Gesicht. Nicht zu Unrecht schauen sich so viele Menschen Tier Videos im Internet an. Ihre kleinen Missgeschicke bringen uns zum Lachen- und das macht glücklich.

Tiere nehmen uns, wie wir sind

Hund und Katze nehmen nicht Reißaus, weil wir ungeschminkt sind oder die Haare nicht sitzen. Sie geben uns Geborgenheit in jeder Lebenslage. Auch wenn wir denken, dass wir es gar nicht verdient haben. Aber gerade das macht sie so wertvoll. Sie hören uns stundenlang zu, ohne zu bewerten. Vor allem alte Menschen oder Hinterbliebene finden in einem Haustier einen treuen Weggefährten. Tiere sind auf uns angewiesen. Sie geben unserem Alltag eine Aufgabe, unserem Dasein einen Sinn. Einsamen Menschen, die von der Gesellschaft verstoßen wurden, vermitteln Tiere das Gefühl, gebraucht zu werden. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Hunde eine erstaunliche Ähnlichkeit mit ihrem Besitzer aufweisen. Wir suchen uns unterbewusst Tiere aus, die zu unserem Charakter passen. Gleiches tun wir bei der Partnerwahl. Hunde ersetzen also durchaus Familienmitglieder, nach denen wir uns sehnen.

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