Wie die Pharmaindustrie uns durch Cholesterinsenker (Statine) krank macht!

In den vergangenen 50 Jahren wurde der empfohlene Grenzwert für Cholesterin mit jedem Jahrzehnt automatisch weiter abgesenkt. Von 260 über 240 und 220 bis auf 200 Milligramm pro Deziliter verringerten die Fachgremien den Zielwert im Blut, der angeblich Herz und Gefäße schonte.

Der empfohlene Grenzwert für unser Gesamtcholesterin liegt laut einschlägigen Fachzeitschriften und der Meinung vieler Ärzte bei ungefähr 200 mg/dl. So schreibt zum Beispiel die Apotheken Umschau: „Das Gesamtcholesterin im Blut sollte unter 200 mg/dl (5,2 mmol/l) liegen.“ Auch die Deutsche Herzstiftung stellt ähnliche Grenzwerte auf.

Viele Ärzte akzeptieren kritiklos die vorgesetzten Grenzwerte und vertreten die Meinung: „Ein Cholesterinwert über 200 ist ungesund und führt zum baldigen Herzinfarkt.“

Cholesterin zählt zu den Guten und hat alle Hände voll zu tun, weshalb unser Körper sicher stellt, dass stets genug Cholesterin zur Verfügung steht. Angesichts der zahlreichen Jobs, die Cholesterin zu erfüllen hat, produziert unsere Leber rund 1.000-1.400 Milligramm Cholesterin am Tag. Dagegen fallen die 150-300mg aus unserer Ernährung kaum noch ins Gewicht, außerdem wird der Großteil des Cholesterins aus der Ernährung von unserem Körper gar nicht aufgenommen.

Zudem gleicht der Körper ein Zuviel oder ein Zuwenig durch die Regulierung der Eigenproduktion automatisch aus.

Nachdem man herausgefunden hatte, dass Plaques gar nicht aus Cholesterin bestehen, wurden schnell neue Hypothesen aus dem Ärmel geschüttelt. An Harvard zum Beispiel wird gelehrt, dass Plaque bereits in frühen Jahren unseres Lebens entsteht und jeder Mensch davon betroffen ist. Gefährlich wird es nach dieser Theorie erst, wenn Plaques instabil werden und abbrechen.

Klingt bekannt? Ja. Und wer wird für die instabilen Plaques verantwortlich gemacht? Ihr dürft dreimal raten. Richtig, wie immer, das böse Cholesterin. Big Pharma zur Rettung! Wie passend, dass sich Cholesterinsenker so billig herstellen und teuer verkaufen lassen.

Hypothesen werden also gedreht und gewendet, am Ende steht immer Cholesterin als böser Bube im Raum, der an allem Schuld ist.

Cholesterin scheint entgegen weitläufiger Meinung nicht die Ursache von Arteriosklerose zu sein. Auch ein direkter Zusammenhang zwischen hohen Cholesterinwerten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt scheint nicht zu bestehen, außer man leidet unter genetisch bedingter Hypercholesterinämie und hat dauerhaft Cholesterinwerte von in der Regel weit über 400 mg/dl.

Der Cholesterinspiegel steigt unter anderem durch sportliche Aktivitäten oder Stress kurzfristig an. Deshalb scheint ein Cholesterinwert von 200-260 mg/dl zwar natürlich zu sein, Schwankungen bis 350-400 mg/dl sind aber – zum Beispiel laut Prof. Dr. Hartenbach – absolut natürlich und nicht zwangsläufig schädlich.

Cholesterin ist mitunter für die Produktion von Vitamin D unerlässlich, ein hoher Vitamin-D-Wert im Blut wird wiederum mit einem geringeren Risiko für Krebserkrankungen assoziiert. Diese Korrelation geht Hand in Hand mit einem erhöhten beobachteten Krebsrisiko bei Cholesterinwerten unter 200. Den Cholesterinwert unnatürlich zu senken kann folglich langfristig schwere Folgen auf unsere Gesundheit haben, die von den üblichen Studien – die in der Regel lediglich rund 5 Jahre oder kürzer andauerten – überhaupt nicht erfasst wurden. Die länger angelegte Studie „Honolulu Heart Program“ mit über 8.000 Probanden stützt diese Annahme, denn hier kam man zu dem Ergebnis: „Lang anhaltende niedrige Cholesterinwerte erhöhen das Sterblichkeitsrisiko.“

Noch nicht überzeugt? Hier zwei Aussagen von Wissenschaftlern:

Cholesterinwerte sind kein starker Risikofaktor für KHK, wie es im Vergleich hoher Blutdruck für einen Schlaganfall oder Zigarettenrauch für Lungenkrebs sind.

William Castelli, Direktor der Framingham Heart Study

Der Cholesterinwert ist als Risikofaktor für KHK von unbedeutender Relevanz. Um ein Vielfaches entscheidender sind Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, unzureichende physische Aktivität und Stress.

Frederick Stare, ehemaliges Mitglied der American Heart Association

Ein erhöhter Cholesterinwert kann also ein „Symptom“ sein, ist aber wohl kaum die Ursache von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Der Cholesterinwert ist und bleibt allem voran schlichtweg eine Möglichkeit, um einen ungesunden Lebensstil, Stress oder Fehler in der Ernährung zu identifizieren.

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