Einfach nur ekelhaft!: Rechercheure finden Fäkalien auf den McDonalds Bestell-Touchscreens!

London ist ja immer hip und vornedran. Dort hat die Fast-Food-Burgerkette nun eine ganz neue Bestellmethode eingeführt: Große Touchscreens, wo man per Fingertippen seine Bestellung eingeben kann und sogar einen „maßgeschneiderten“ Burger konfigurieren kann, mit oder ohne Senf oder Zwiebeln, wieviel Ketchup oder Käse usw. Hier ein kurzes Video, wie das genau geht und wie die Dinger aussehen:


Davon stehen in den großen McDonalds-Läden einige herum und den ganzen Tag tippen die Kunden darauf herum um ihre Bestellungen einzugeben. Da fragt man sich schon, was da so alles auf den Touchscreens hängen bleibt und wo die Leute vorher mit ihren Fingern waren. Denn wer wäscht sich direkt nach dem Eintippen die Hände? Man tippt, bekommt sein Essen, fasst es mit den Händen an. Also wird das, was an den Fingern haften bleibt, auf das Essen übertragen und gegessen.

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Das interessierte auch eine Forschergruppe der London Metropolitan University und sie nahm sich die Touchscreens in den Londoner McDonalds-Filialen für eine Untersuchung vor. Um es gleich zu sagen: Diese Studie ergab, dass die Touchscreens an allen McDonald’s-Standorten mit Fäkalbakterien und Fäkalresten und anderen Erregern bedeckt sind. Dr. Paul Matawele, einer der führenden Forscher der Studie sieht darin ein beachtliches Problem. So werden Erreger verbreitet, die zu schweren und sogar gefährlichen Infektionen führen können. Die Touchscreens sind Infektionsherde. Dr. Matawele sagte:

„Wir waren alle überrascht, wieviele Darm- und Stuhlbakterien sich auf den Touchscreen-Maschinen befanden. Diese Arten verursachen zum Teil die berüchtigten Krankenhaus-Infektionen. Zum Beispiel ist „Enterococcus faecalis“ Teil der Flora des Magen-Darmtrakts von gesunden Menschen und anderen Säugetieren. In Krankenhäusern ist das Bakterium gefürchtet, weil es die resistenten Krankenhausinfektionen hervorruft.“

Die Forscher testeten die Bestellschirme in acht verschiedene McDonalds-Standorten quer durch London und Birmingham und jede Filiale hatte eine ganz eigene Sammlung verschiedener Viren und Bakterien im Angebot, von Listerien an einem Standort bis zu Staphylococcus an einem anderen.

„Staphylococcus auf diesen Bildschirmen zu finden, ist besorgniserregend, weil er so ansteckend ist. Die Erreger sitzen um die Nase von infizierten Menschen herum … und wenn die ihre Nase mit den Fingern berühren und sie dann mit den Fingern auf den Touchscreen übertragen, werden die Erreger von einem anderen Benutzer wieder aufgenommen, und der zum Beispiel eine kleine, offene Wunde hat, in den die Staphylokokken hineingeraten, kann das gefährlich werden. Im Moment macht es uns große Sorgen, dass Staphylokokken resistent gegen Antibiotika werden. Sie sind jedenfalls in Gegenden wie Afrika hochgefährlich, wo es zu toxischen Schocks kommen kann“,  sagte Dr. Matawele.

“ Ein weiteres seltenes Bakterium, das wir auf Touchscreen-Geräten schockiert fanden, ist Listeria, was sehr ansteckend sein und besonders  für Menschen mit einem schwachen Immunsystem ein Problem werden kann“, fügte Matawele hinzu.

Eine große Mehrheit der Proben war überdies positiv auf Spuren des Bakteriums Proteus getestet.

Dr. Matewele erklärt: Proteus wird in menschlichen und tierischen  Fäkalien gefunden. Es ist auch im Erdreich weit verbreitet. Der Erreger kann Harnwegsinfektionen verursachen und ist auch eine der bisweilen musltiresistenten Krankenhausinfektionen, die zu einerSeptikämie führen kann. Klebsiella kommt auch aus dem Darm und dem Mund, sie sind mit Harnwegsinfektionen, Septikämie und Durchfall verbunden. Einige Arten können die Atemwege infizieren, was zu einer Lungenentzündung führt.“

Die Kunden erhalten ihr Essen meistens sehr schnell nach dem Eintippen aus diesen Bildschirmen. Viele waschen ihre Hände, bevor sie ihr Essen bestellen, statt danach, weil ihnen gar nicht klar ist, was sie sich auf den Bildschirmen für Erreger an die Finger holen. Ein Sprecher von McDonald’s sagte, dass die Bildschirme den ganzen Tag über regelmäßig gereinigt werden.

In der Stellungnahme von McDonald’s dazu heißt es: „Unsere Selbstbesteller-Bildschirme werden den ganzen Tag über regelmäßig gereinigt. Alle unsere Restaurants bieten den Kunden auch die Möglichkeit, sich vor dem Essen die Hände zu waschen.“

Dr. Matewele bezweifelt das aber, denn das Rechercheteam hat nämlich die gleichen Bakterien an mehreren Tagen auf den Bildschirmen gefunden. Diese Studie gibt allerdings grundsätzlich Anlass zur Besorgnis über die Touchscreen-Technologie im Allgemeinen, denn die Verwendung solcher Bildschirme in Fast-Food-Restaurants und Lebensmittelgeschäften wird zunehmend üblich.

„Die Touchscreen-Technologie wird im täglichen Leben immer häufiger eingesetzt, aber unsere Ergebnisse zeigen, dass die Leute nicht direkt nach dem Berühren der Schirme essen sollten, Die Dinger sind unhygienisch und können Krankheiten verbreiten. Auch jemand, der im Laufe des Tages sehr aufmerksam mit seiner eigenen Hygiene ist, kann trotzdem nur durch einmal den Touchscreen verwenden alles zunichte machen und sich einen gefährlichen Keim einhandeln.“, gibt Dr. Matewele zu bedenken.

Auch, wenn jetzt die Touchscreens mit den ihnen anhaftenden Fäkalkeimen problematisiert werden, sind sie bei weitem nicht die einzige Bakterien- und Erregerquelle. Eine Untersuchung in der Hong-Konger U-Bahn erbrachte auch einen reichhaltigen Fund an Keimen und Bakterien aller Art. Man kann sicher davon ausgehen, dass das in allen Bahnen dieser Welt so ist und zum Beispiel alle Haltestangen und Griffe in der Bahn oder sonstwo oder auch Treppengeländer und Aufzugknöpfe wie auch Türgriffe von Läden mit ganzen Teppichen von Keimen überzogen sind.

Quelle

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