“Krebskur Total”: Österreichische Naturheilkundler Rudolf Breuss hat im Zeitraum von 1950 bis 1986 über 40.000 Krebskranke mit seiner Kur vollständig geheilt

Die Breuss-Kur ist eine Fastenkur, welche auf der Einnahme von frisch gepresstem Gemüsesaft, in Verbindungen mit verschiedenen Tees, beruht und auch “Krebskur-Total” genannt wird.

Der österreichische Heilpraktiker Rudolf Breuss entwickelte die Kur als Methode der alternativen und begleitenden Krebstherapie. Breuss bringt in seiner Lehre Prinzipien Kneipps, Buchingers und der Saftlehren des Mittelalters in Einklang.

Breuss sagt mit seiner Fastenkur den entarteten Krebszellen den Kampf an und hungert sie radikal aus. Dazu ist es notwendig, das die Patienten 42 Tage lang auf feste Nahrung verzichten und lediglich Kräutertees und Gemüsesäfte zu sich nehmen.

So wird den Krebszellen nach den Vorstellungen von Rudolf Breuss die nötige Energie entzogen. Der durch das Fasten entstandene Eiweißmangel zwingt den Organismus, vorhandene Wucherungen anzugreifen und abzubauen.

Im Idealfall sollte die Breuß’sche Krebskur nach Entdeckung der Krebserkrankung gleich zu Beginn einer Krebsbehandlung als erste Maßnahme durchgeführt werden. Zu diesem Zeitpunkt bestehen noch die größten Chancen, dass das Immunsystem des Erkrankten positiv auf die Fastenkur reagiert und ein Heilungsprozess in Gang gesetzt wird.

Das Rezept für den Gemüsesaft – zusammengestellt von Rudolf Breuß

  • 300 Gramm frische Rote Bete
  • 100 Gramm frische Möhren
  • 100 Gramm frischer Sellerie
  • 30 Gramm Rettich
  • 1 hühnereigroße frische Kartoffel

Das frische Gemüse (idealerweise aus biologischem Anbau) wird gut gewaschen und grob zerkleinert im Entsafter zu Saft verarbeitet. Im Anschluss wird der Saft noch einmal durch ein Leinentuch oder Passiertuch gepresst, damit auch die letzten Reste Trester im Tuch hängen bleiben und nur noch der Saft übrig bleibt.

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Von diesem Saft nimmt man laut Breuß über den Tag verteilt mindestens 125 ml bis maximal 500 ml löffelweise zu sich.

Den Saft kann man übrigens im Drogerie-Markt oder online auch bereits in Flaschen abgefüllt kaufen. Ich für meinen Teil würde jedoch immer auf einen selbstgepressten Saft aus frischem Gemüse zurückgreifen … schließlich muss der Flaschensaft ja irgendwie haltbar gemacht werden – entweder durch Konservierungsstoffe oder durch Einkochen. Von “frisch” kann dann jedenfalls in meinen Augen nicht mehr die Rede sein. Den fertigen Breuß-Saft würde ich aus Bequemlichkeit wohl nur nutzen, wenn ich nicht so eine schwerwiegende Krankheit wie Krebs damit bezwingen wollte …

Anleitung für die Fastenkur nach Rudolf Breuß

Morgens 60 ml kalten Nierentee (ganz langsam trinken)

30-60 Minuten später:
120-240 ml warmen Salbei-Tee mit Johanneskraut, Pfefferminze und Zitronen-Melisse

30-60 Minuten später:
einen kleinen Schluck Gemüsesaft erst gut einspeicheln und dann schlucken

alle 15-30 Minuten:
einen weiteren kleinen Schluck Gemüsesaft einspeicheln und schlucken

dazwischen immer wieder nach Belieben:
Salbeitee trinken, kalt oder warm – so viel man möchte …

Mittags die Prozedur vom Morgen komplett wiederholen – samt dem kalten Nierentee
Abends vor dem Schlafengehen noch einmal eine halbe Tasse (ca. 60 ml) kalten Nierentee

Wichtig! Der Salbei-Tee (Salvia officinalis) muss unbedingt 3 Minuten sprudelnd kochen, damit sich ein Ferment aus dem Kraut lösen kann, das für die gesundheitsfördernde Wirkung benötigt wird.

Storchschnabelkraut
Darüber hinaus rät Breuß zu einer Tasse Storchschnalbelkraut-Tee pro Tag (Geranium robertianum), die man ebenfalls langsam, kalt und schluckweise trinken sollte. Hierfür lässt man 1 Prise (ca. 1 TL) 10 Minuten im heißen Wasser ziehen.

Rudolf Breuß weist in seinem Büchlein explizit darauf hin, dass während der Saftkur keine Bettruhe erforderlich ist – ganz im Gegenteil … er hält es für wesentlich besser, wenn der Patient seinen gewohnten Tätigkeiten und Arbeiten nachgeht, um sich sowohl vom Essen als auch von seiner Krankheit abzulenken.

Nierentee nach Rudolf Breuß

  • 15 Gramm Zinnkraut (Equisetum arvense)
  • 10 Gramm Brennnesseln (Urtica dioica)
    am besten im Frühjahr gesammelt
  • 8 Gramm Vogelknöterich (Polygonum aviculare)
  • 6 Gramm Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Diese Menge reicht laut Breuß für 1 Person ca. 3 Wochen. All diese Kräuter bekommst du zum Beispiel bei Dragonspice.

Zubereitung:

  • ca. 1 TL Nierentee in 120 ml heißem Wasser 10 Minuten ziehen lassen
  • abseihen und beiseite stellen
  • Den Teesatz mit 240 ml heißem Wasser 10 Minuten kochen lassen
  • abseihen und mit den 120 ml der ersten Brühung zusammen mischen

ACHTUNG:
Der Nierentee darf nur 3 Wochen am Stück getrunken werden, danach sollte man zunächst 2-3 Wochen damit pausieren.

Was sollte man vor der Saftkur nach Rudolf Breuß beachten?

Sicherlich spielt das Ausgangsgewicht bei einer so langen Fastenkur eine große Rolle. Wenn die an Krebs erkrankte Person ohnehin bereits stark untergewichtig, bzw. geschwächt ist und die Saftkur nicht wie erhofft anschlägt, dann könnten anschließend zum Überstehen einer äußerst kräftezehrenden Operation und einer ebenfalls stark belastenden Chemotherapie nicht mehr genügend körpereigene Reserven vorhanden sein. Wer aber hingegen ohnehin zu viel Gewicht mit sich herumträgt oder sich in einem völlig normalen Bereich bewegt, der tut sich neben der unter Umständen eintretenden Heilung, auch so oder so etwas Gutes an, denn normalgewichtige Personen stecken Operationen meist besser weg als Übergewichtige …

Letztendlich ist es für den Betroffenen dennoch keine leichte Entscheidung … schließlich kann es hier relativ schnell um Leben oder Tod gehen. Man sollte also im Vorfeld gut überlegen, wie viel Zeit einem noch bleibt und in welcher körperlichen Verfassung man sich befindet, bevor man einen eigenverantwortlichen Heilungsversuch mit Hilfe einer Fastenkur wagt.

Bei Kindern spricht das Heilfasten laut Rudolf Breuß übrigens nicht an. Hier sollten auf jeden Fall andere Wege gewählt werden.

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