Yoga und Meditation können die DNA buchstäblich „reparieren“

Ausgleichende Aktivitäten wie Tai Chi, Yoga und Meditation sind dafür bekannt ein Gefühl von Wohlbefinden und Stressabbau zu befördern, aber gibt es da vielleicht noch mehr, als wir direkt wahrnehmen können?

Während diese Übungen dafür bekannt sind, gute Entspannungsmöglichkeiten zu sein, hat nun neue Forschung gezeigt, dass ihre Vorteile weit über kurzlebige Effekte hinausgehen. Die Entlastung, die Geist-Körper-Interventionen bieten können, sind nicht nur geistig; in der Tat können diese Aktivitäten tatsächlich körperliche Veränderungen auf molekularer Ebene bewirken.

Eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern der Coventry-University und Radboud-University hat gezeigt, dass Geist-Körper-Interventionen molekulare Reaktionen in der DNA umkehren können, welche Krankheit und Depressionen verursachen.

Die leitende Forscherin Ivana Buric im Zentrum für Psychologie, Verhalten und Leistung der Coventry-University kommentierte: „Diese Aktivitäten verlassen jenes, was wir eine molekulare Signatur in unseren Zellen nennen, sie kehren den Effekt um, den Stress oder Angst auf den Körper haben würden, in dem sie verändern, wie unsere Gene ausgedrückt werden. Einfach gesagt, MBIs [Geist-Körper-Interventionen] veranlassen das Gehirn, unsere DNA-Prozesse auf einem Weg zu steuern, der unser Wohlbefinden verbessert.“

Buric weist auch darauf hin, dass Millionen von Menschen bereits die Vorteile von Geist-Körper-Übungen wie Yoga und Tai Chi erhalten, ohne zu erkennen, wie wirklich vorteilhaft diese Aktivitäten für ihren Körper sind.
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Buric stellt fest, dass, noch mehr Studien durchgeführt werden müssen, um vollständig zu ermitteln, was Geist-Körper-Intervention tun kann, so glaubt sie, dass ihre Forschung ein wichtiger Baustein für zukünftige Forschungsanstrengungen ist.

Veröffentlicht in der Zeitschrift „Frontiers in Immunology“, analysiert die Studie die Essenz von mehr als einem Jahrzehnt der Forschung, wie Strategien von Geist-Körper-Übungen das Verhalten der DNA beeinflussen können.

Der genetische Ausdruck war ein Schwerpunkt der Forschung des Teams, denn die Art, wie Gene zur Herstellung von Proteinen aktiviert werden, kann systemweit wirken. Die biologische Zusammensetzung des Gehirns, des Körpers und des Immunsystems, kann durch die Art und Weise, wie genetische Proteine ausgedrückt werden, betroffen sein.

Insgesamt hat das Team 18 Studien mit insgesamt 846 Teilnehmern ausgewertet. Die Experten stellten fest, dass die Daten aus 11 Forschungsjahren, wenn sie als Ganzes betrachtet werden, „ein Muster in den molekularen Veränderungen zeigen, wie sie den Körper als ein Ergebnis von MBIS [Geist-Körper-Interventionen] verändern, und wie diese Veränderungen unserer geistigen und physischen Gesundheit zugute kommen.“ Es ist bekannt, dass, wenn eine Person ein stressiges Erlebnis durchmacht, sein Körper in das geht, was oft als „Flucht oder Kampf“- Modus bekannt ist. Dieser Prozess löst auch die Produktion eines Moleküls aus, das die Genexpression reguliert, bekannt als Kernfaktor Kappa B oder NF-kB.

„NF-kB übersetzt Stress durch die Aktivierung von Genen, um Proteine zu produzieren, die Zytokine genannt werden, die eine Entzündung auf zellulärer Ebene verursachen“, wie Science Daily erklärt. Während diese Reaktion vorübergehend nützlich ist, so kann, wenn es im Laufe der Zeit konsistent ist, es ziemlich schädlich sein und das Risiko von Krankheiten wie Krebs und Störungen wie Depressionen erhöhen. Es kann sogar den Alterungsprozess beschleunigen.

Das Forscherteam stellte jedoch fest, dass Menschen, die regelmäßig Geist-Körper-Interventionen üben, eine Verringerung der Produktion von NF-kB und verwandten Zytokinen zeigen. Dies wiederum führt zu einer Abnahme und Umkehrung der pro-entzündlichen Genexpression. Letztlich verringert sich das Risiko von entzündungsbedingten Körperreaktionen.

Die bisherige Forschung über Meditation und andere ähnliche Aktivitäten hat auch gezeigt, dass diese Übungen weitreichende Auswirkungen auf das Gehirn und den Körper haben. Zum Beispiel zeigten jüngste Forschungen, dass Meditation dazu beiträgt, Ihr Gehirn jugendlich zu erhalten und im Durchschnitt den Alterungsprozess des Gehirns um über sieben Jahren reduziert.

Anfang dieses Jahres befand auch ein Forscherteam der Harvard University, dass Yoga positive Veränderungen in der metabolischen Funktion hervorrufen kann.

Geist-Körper-Aktivitäten wie Yoga, Meditation oder Tai Chi entwickeln eindeutig eine Kraft, mit der man rechnen kann.

Quelle

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